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Zahnlexikon

Bruxismus

Bruxismus Der Bruxismus - das Zähne-Knirschen ist das unbewusste, meist nächtliche, aber auch tagsüber ausgeführte Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, durch das die Zähne verschleißen, der Zahnhalteapparat überlastet und zusätzlich das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur, aber auch andere Muskelgruppen, die zur Stabilisierung des Kopfes angespannt werden, geschädigt werden können.

Bezeichnung für Parafunktionen wie nächtliches Knirschen oder Pressen.

Ursachen:

Wissenschaftlich ist der Bruxismus vergleichsweise wenig beachtet. Es gibt in der zahnmedizinischen Literatur noch viel zu wenige Studien, um gesicherte Erkenntnisse zu verkünden. Es ist z.B. bis heute nicht klar, inwieweit eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt oder ob der Bruxismus grundsätzlich immer eine behandlungsbedürftige Krankheit darstellt. Die höhere Anfälligkeit der Frauen, ca. 85% der Patienten sind weiblich, wird mit weniger widerstandsfähigem Bindegewebe erklärt. Eine wichtige Untersuchung, unter Anderem zu diesem Thema, ist die seit 1999 laufende "Study of Health in Pomerania" (SHIP genannt), in der auch die Fernwirkungen des craniomandibulären Systems auf den Halte- und Bewegungsapparat des Körpers untersucht werden. Klar ist hingegen, dass den zahnärztlichen Therapieversuchen der 1970er Jahre mit umfangreicher "gnathologischer Rehabilitation" kein Erfolg beschieden war.

Inzwischen weiß man, dass die Konstruktion der Aufbiss- Schiene eine hochkomplexe Aktion ist. Sofern es nicht gelingt, mit dieser Schiene die Gleitfunktion des Diskus interartikularis (Zwischengelenkscheibe) wieder herzustellen, versagt die Behandlung. Je nach Art der Okklusionsstörung können ganz unterschiedliche Aufbisskorrekturen bzw. Aufbissbehelfe erforderlich sein.

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